Inhaltsverhältnis
Inhaltsverhältnis
1.Tag von Wehr nach Pfaffnau
Um 9:00 Uhr fuhren wir bei kalten Temperaturen in Wehr los. Im Juni hatten wir eigentlich ein anderes Wetter erwartet. Wir mußten unsere Winter-Radfahrshirts und noch eine Jacke anziehen. Wir fuhren über das Benkerjoch, uns wurde langsam warm, nach Erlinsbach an der Aare. In Olten machten wir unsere erste Pause. Wir fuhren dann weiter nach Aarburg. Die Burg sahen wir nur von unten. Wie wir dann feststellten, war es auch keine Burg zum ansehen, sondern ein Gefängnis. weiter ging es Richtung Rothrist. Die Strecke war ziemlich nervig, da viel Autoverkehr herrschte. Auf dem Weg nach Pfaffnau kamen wir durch einige abgeschiedene Dörfer. Landschaftlich sehr schön. Unser Etappenziel erreichten wir dann in Pfaffnau, wo wir Familie Göbel besuchten und dort auch übernachteten.
2.Tag von Pfaffnau nach Twann
Wir starteten bei super Wetter und fuhren über St. Urban und Langenthal nach Aarwangen. Auf der Veloroute 518 ging es weiter nach Solothurn. Hier suchten wir uns ein Migros und deckten uns mit Essen ein.An einer Bank an der Aaare machten wir unsere Pause, aßen in Ruhe und genossen die Landschaft. Obwohl es hier nur Bänke in der prallen Sonne gab, genossen wir trotzdem unsere Pause.
Von Solothurn ging es über Büren immer an der Aare entlang auf der Velorote 44 bis nach Biel. Das letzte Stück bis zum Bielersee ging am Nidaukanal entlang. Bei starkem Verkehr mußten wir auf der Straße bis zum nördlichen Seeufer nach Twann fahren, was unser Etappenziel für diesen Tag war. Dort fanden wir ein Hotel mit Blich auf die Bahn und die Alpen und machte erst einmal Waschtag. Am Abend genehmigten wir uns ein Winzersorbet, Weintrauben in Grappa mit Zitronensorbet, wirklich empfehlenswert.
3.Tag von Twann nach Yverdon
Wir sin am Morgen bei schönstem Wetter gestartet. Wir fuhren in Richtung Erlach um das Südende des Bielersees nach Landeron. weiter ging es auf der Veloroute 59 bis zum Murtensee ohne dass wir einen Laden, Migros oder Bäcker sahen, wo wir uns hätten verpflegen können. Unterhalb von Arenches fanden wir dann endlich einen Migros, wo wir uns mit Essen eindeckten, fuhren zu einer schattigen Bank und aßen unsere gekauften Sachen. Anschließend machten wir einen kurzen Spaziergang durchs Örtchen und fuhren dann auf der Veloroute 44 nach Payerne. Weiter ging es auf der Veloroute 34 bis Bussy, wo wir auf einer Bank vor der Kirche eine weitere Pause einlegten. Seit Avenches war ein starker Gegenwind leider unsere ständiger Begleiter. Einen weiteren Großeinkauf machten wir im Ort Estavayer und versuchten dort auch eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Leider konnten wir keine finden und sind dann am Ufer der Rhone entlang nach Yverdon gefahren. Auf dem Weg war auch keine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Auch in Yverdon hat man nicht gerade auf uns gewartet. Von den 2 Hotels war eines besetzt, das andere aber hatte noch ein Zimmer für uns frei. Das Hotel war zwar an einer befahrenen Kreuzung und gegenüber eine Kirche mit schönen Glockengeläut, aber wir waren doch ziemlich k.o., so dass das alles kein Problem für uns war.
4.Tag von Yverdon nach Espesses
In Yverdon haben wir nach einer langweiligen Fahrt an einer Autostrasse entlang die Route Nr.5 verlassen und wollten es uns bei einer Bergfahrt so richtig geben. wir sind die Veloroute 22 gefahren, die laut Beschreibung am Anfang einen heftigen Anstieg haben sollte und bis Lausanne immer wieder kleinere Anstiege. Laut Karte ging es am Ende nur noch heftig bergab. Die Beschreibung hatte leider nur wenig mit der Realität zu tun. Wahrscheinlich passten die ganzen Auf- und Abzeichen der Steigungen nicht in eine 1:75.000 Karte. Am Ende hatten wir zwei so heftige Anstiege, dass Schieben angesagt war. Wer schon einmal ein Rad mit Gepäck geschoben hat, weiß wovon ich spreche.
Wir erreichten Lausanne, machten einen kurzen Abstecher in die Altstadt und wollten dann nur noch an den Genfer See, da man dort bestimmt keine Steigungen hat. Hier sollte es dann auf der Veloroute 1 nach Visp gehen. Es ging zunächst auch entspannt an der Promenade entlang.
Der weitere Weg führte leider auf einem Randstreifen einer Hauptstraße entlang. Zugegeben, der Streifen zwischen Weinberge auf der einen Seite und dem See ist nun mal nicht besonders breit. Zum Glück kam dann auch bald ein Abzweig der Veloroute Richtung Weinberge. Wir fuhren unter der Bahn hindurch und dann parallel zur Bahntrasse. Danach ging es stetig bergauf, eine Abzweigung gab es nicht, wohin sollte man auch abbiegen. Wir quälten und bei sengender Hitze Meter für Meter den Weinberg hinauf. Frustrierend war allerdings, daß man weit unten am See Radfahrer sehen konnte, die in die gleiche Richtung nur viel flacher fahren konnten. Dafür hatten wir außer der Anstrengung eine wunderbare Sicht auf Weinberge und den Genfer See.
In Espesse verließ uns leider der Mut und wir fuhren direkt herunter an den See. Vorher konnten wir aber noch den Ort besichtigen und dort eine Pause einlegen. Espesses ist Unesco Kulturerbe und eines der typischen Dörfchen des Lavaux. Der Ort besteht zu 1/3 aus Rebstöcken und engen Gassen. Von hier aus hat man einen sensationellen Blick auf die Alpen und den Genfer See.
Wir fuhren nun weiter am See entlang und machten in einem Hotel, direkt an der Strasse für heute Schluß. Wir konnten dort sehr gut zu Abend essen, leider aber wieder nicht die Europameisterschaft im Fußball verfolgen. Da die Kellner alles Portogiesen waren, wurde auf dem einzigen TV natürlich das Spiel von Portugal geschaut.
5.Tag von Espesses nach Sion
Morgens bei gutem Wetter brachen wir auf und fuhren an der Straße entlang. Über den Weinbergen sahen wir diverse Hubschrauber, die Insektenvertilgungsmittel verspritzten. Wir waren froh, aus den Weinbergen heraus zu sein. Auf dem Weg nach Sion fuhren wir an Montraux vorbei, was wir kurz besichtigten, bevor es weiter ging.
Weiter fuhren wir an der Rhone entlang, was wirklich nicht spektakulär war. Nach ca. 70 KM fanden wir, dass es eigentlich reicht und wir wollten in einem netten Ort eine Übernachtung suchen. Leider gab es außer einem Bäcker nichts, wo man übernachten konnte. Um es kurz zu machen, wir mußten noch 20 KM weiter nach Sion fahren. Wenn man nach 70 KM eigentlich den Kanal voll hat, sind die zusätzlichen 20 KM eine Quälerei. Aber bis Sion war einfach keine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Als wir ziemlich k.o. in Sion ankamen, fragten wir den ersten Passanten nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Er fragte,welche Ansprüche wir hätten. Wir hatten keine mehr und er zeigte gegenüber auf eine Jugendherberge, in die wir sofort eincheckten. Das war eine gute Entscheidung, da die Jugendherberge wirklich toll war. Nach der obligatorischen Dusche ging es in den Ort und wir aßen gemütlich zu Abend.
6.Tag von Sion nach Visp / Saas Fee
An diesem Tag wollten wir Visp erreichen. Wir fuhren durch viele Obst- und Gemüseplantagen. Die Strecke war nicht ereignisreich. Kurz vor Visp mußten wir sogar über den Flughafen fahren, da alles andere eine riesige Baustelle war. In Visp übernachteten wir in einer christlichen Tagungsstätte, stellten unsere Räder unter und fuhren mit dem Postbus nach Saas Fee. Dort besuchten wir Lucy und Torsten, ehe wir am nächsten Tag wieder mit der Bahn nach Wehr zurück fuhren.

























