Die Ostsee-Radtour, eine der schönsten, die wir gemacht haben, war in diesem Jahr 2018 die zweite Radtour, gleich nach der Tour durch den Spreewald. Wir sind von Prieros (in Brandenburg) gestartet und dann mit der Bahn von Königswusterhausen nach Schwerin gefahren, wo unsere Tour begann.
Bevor wir nach Norden fuhren, haben wir zwei Tage Pause in Schwerin gemacht, um uns die Stadt anzuschauen. Von dort aus fuhren wir weiter Richtung Norden nach Wismar, wo wir kurz blieben, um uns die Stadt anzuschauen. Es ist wirklich lohnenswert.
Weiter auf unserer Fahrt nach Norden, kamen wir zur Insel Poel. Auf der Insel hat man Natur pur und Ferienhäuser. Wir haben einen Inselrundgang gemacht, einen Imbiss als Nachtessen zu uns genommen (es gab nicht viel mehr) und in einem netten kleinen Hotel besser gesagt in einem alten Gutshaus übernachtet.
Bei herrlichem Sonnenschein starteten wir, fuhren von der Insel herunter in Richtung Osten. Weiter ging es am Meer entlang bis zum Ostseebad Kühlungsborn. Am Anfang der Strandpromenade fanden wir gleich ein herrliches Hotel, in dem wir für 2 Tage abstiegen.
Wir haben uns entschieden, hier einen weiteren Tag zu bleiben, um den Strand und das herrliche Wetter in Ruhe genießen zu können. Ein Spaziergang auf der Uferpromenade gab einem ein richtiges Urlaubsfeeling.
Nach der wohlverdienten Pause, fuhren wir aus Kühlungsborn heraus. Wir waren überrascht hier im Ostteil des Ortes eine große Anlage mit Ferienwohnungen zu sehen. Man kann also festhalten, der Westteil von Kühlungsborn ist bedeutend schöner, da dort nicht solche großen Wohnkomplexe stehen.
Weiter ging unsere Fahrt durch ein kleines Dorf, in dem alle Ferienhäuser reetgedeckt waren. Auf dem Dünenradweg fuhren wir weiter nach Gral Müriz. Am Randes des Radweges standen im Abstand von 50 Metern diverse Skulpturen aus Stein, die man im Meer finden kann (Seesterne, Quallen etc.). Übernachtet haben wir in Gral Müritz beim Deichgrafen. Dem Hotel war auch ein sehr gutes Restaurant angeschlossen, was wir am Abend gleich testeten.
Am Morgen starteten wir wieder bei herrlichem Sonnenschein. Wir fuhren hinter den Dünen auf einer Art Deich leider fast die ganze Zeit gegen den Wind. Unser Ziel für diesen Tag war Zingst. Unser Hotel lag gleich neben dem Radweg und sah von außen wie eine einzige große Halle aus. Es erinnerte an einen Flugzeug Hangar. Im Inneren befand man sich tatsächlich in einer großen Halle mit Rezeption. Die einzelnen Zimmer gingen von dort aus ab und waren gemütlich und nicht so großzügig, wie das ganze Hotel. Vor dem Zimmer war ein kleiner Garten mit einem Tisch und zwei Stühlen. Beim EDEKA um die Ecke kauften wir unser Abendessen ein und aßen auf unserer kleinen Terrasse.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Stralsund. Da wir nach einiger Zeit eine Pause mit einem Einkehrschwung machen wollten und unsere Wasserflaschen aufgrund der großen Hitze schon leer waren, sahen wir leider nur Natur pur. Zum Glück kamen wir an einigen Laubenpiepern vorbei, die wir baten, unsere Wasserflaschen aufzufüllen. Auch ohne größere Pause kamen wir endlich in Stralsund an. Leider sind hier die Autofahrer nicht sehr rücksichtsvoll gegenüber Radfahrern, aber trotzdem erreichten wir unser Hotel unfallfrei.
Nachdem wir die Räder verstaut hatten, unsere Zimmer aber noch nicht bezugsfertig waren, haben wir uns in einem Nebenraum stadtfein gemacht.Wir sind dann in das Meeresmuseum gegangen, ein absolut lohnenswerter Besuch.
Am nächsten Morgen verließen wir den Radweg der Osteeradtour und fuhren auf die Insel Rügen nach Lauterbach. Wir haben uns für diesen Weg entschieden da wir im Radführer gelesen haben, dass die Strecke zwischen Stralsund und Greifswald 16 KM Kopfsteinpflaster sein sollte. Wer mit dem Rad schon einmal über Kopfsteinpflaster gefahren ist, der tut sich 16 KM bestimmt nicht an, wenn es eine Alternative gibt.
Auf dem Weg nach Rügen kamen wir an einer architektonischen Anomalie vorbei. Inwieweit sich diese Art des Hausbaues durchsetzen wird, wage ich zu bezweifeln. Als Demonstrationsobjekt jedoch interessant.
Auf Rügen lernten wir eine ganz neue art von Fähre kennen. Für 5 Euro wurden wir mit anderen Radfahrern in einem kleinen Kahn über einen kleinen Fluß gefahren. Wenn wir uns nicht hätten übersetzen lassen, hätten wir einen ziemlichen Umweg zu Lande in Kauf nehmen müssen.
Von Lauterbach ging es nächsten Tag eine Kurztour nach Göhren, wo wir übernachteten und am nächsten Tag mit einer richtigen Fähre nach Penemünde fahren wollten. Das Wetter war windig und ziemlich kühl. Wir standen am Hafen in unseren kurzen Fahrradhosen und froren doch ziemlich. Alle anderen waren dick eingemummelt. Ein Mann sagte zu seiner Frau, daß Radfahrer nicht so frieren wie andere. Wenn er wüßte.
Endlich kam die Fähre, wir hieften unsere Räder auf das Boot und gingen in die Kajüte, um uns aufzuwärmen. Um es kurz zu machen, die Fähre konnte nicht ablegen, da der Motor den Geist aufgegeben hatte. Das bedeutete, Räder wieder herunter heben und eine Alternative suchen. Die Betreiber der Fähre halfen uns dabei und so konnten wir von der Anlegestelle an der Strandpromenade in Göhren am Nachmittag eine andere Fähre nehmen.
Von Penemünde auf Usedom aus fuhren wir alle Ostseebäder ab bis zu unserem Ziel Heringsdorf. Da das Wetter wieder super war, ließen wir uns viele Zeit bei der Tour, um auch ab und zu ins Meer zu springen. In Heringsdorf blieben wir noch zwei Tage und machten Strand-Power. Wir gaben dann unsere Räder bei Hermes auf und ließen sie vom Hotel nach Hause transportieren. Wir fuhren mit dem Flixbus nach Berlin und dann per Flieger wieder nach Hause.
Ostseeradtour Tourdaten (4.6.2018 - 16.8.2018)
Von Schwerin zur Insel Poel: 55 Km in 3:47 Stunden – Auf der Insel Poel 12,2 KM in 50 Minuten
Von der Insel Poel nach Kühlungsborn: 53,8 Km in 3:38 Stunden – Von Kühlungsborn nach Gral Müritz 49,8 KM in 3:20 stunden
Von Gral Müritz nach Zingst: 46,5 Km in 3:07 Stunden – Von Zingst nach Stralsund: 54,3 KM in 3:39 Stunden
Von Stralsund nach Lauterbach (Rügen): 48,3 Km in 3:18 Stunden – Von Lauterbach nach Gören: 30,4 KM in 2:08 Stunden. Von Gören sind wir dann zur Fähre gefahren, die uns nach Penemüde brachte.





























