Berlin Tour 2. Anlauf von Wehr bis Frankfurt a.M.
Inhaltsverzeichnis
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1.Tag von Wehr nach Grissheim
Tourdaten: Strecke 62 Kilometer in 4,5 Stunden
Da es die letzten Tage sintflutartig geregnet hatte, hatten wir beschlossen, nicht über die alte Schopfheimersraße zu fahren, da sie ziemlich unterspült war. Wir fuhren also Richtung Hasel, dann auf dem Landwirtschaftsweg neben der Bundesstraße solange er asphaltiert war. Für 2 KM stellten wir uns der Herausforderung, auf der Bundesstraße zu fahren. Weiter ging es nach Lörrach Hauingen auf dem Radweg. Der Karte nach sollten wir ruhig und entspannt nach Kandern fahren. Die Variante über die Scheideck wollten wir dieses Mal nicht fahren, was sich als ein großer Fehler entpuppen sollte.
Unser neuer Weg wurde ziemlich schnell zu einer großen Herausforderung für Mensch und Material. Zunächst ging es auf einem geteerten Weg steil nach oben. Bald aber ging der Weg in einen Naturweg über, aber immer noch steil aufwärts. Später im Wald ging es dann steil abwärts nach Wollbach. Entspannt war die Strecke erst nach Wollbach, die neben einer Bahnlinie bis nach Kandern ging.
Auf jeden Fall fahren wir das nächste Mal über die Scheideck nach Kandern, da weiß man wenigstens, was einen an Steigungen erwartet, kurz und heftig aber überschaubar. In Kandern machten wir eine Pause in einem griechischen Restaurant. Bis hierhin hatten unsere Räder eine reine Bewegungszeit von 2:45 stunden, wovon wir bestimmt 1 Stunde die Räder geschoben hatten. Schön ist etwas anderes. In Grissheim angekommen, machten wir für heute Schluß und gingen in ein Hotel.
2.Tag von Grissheim nach Boofsheim
Tourdaten: Strecke 78 Kilometer in 4,42 Stunden
Bis Breisach fuhren wir auf der rechten Rheinseite, danach ausschließlich linksrheinisch. Die Strecke war wenig abwechslungsreich. Es ging überwiegend am Rhein-Rhone-Kanal entlang. Das ist dann mehr oder weniger meditatives Radeln. Bis Boofsheim gab es nicht einmal Schiffe auf dem Kanal. Auf der Strecke passierten wir einige Schleusen. Bänke gab es weit und breit keine. Ab und zu konnte man den Damm verlassen und so konnten wir auf unserer Picknickdecke eine Pause einlegen.
Weiter ging es mit neuen Kräften bis zu unserem Ziel der Fähre “Rheinau-Kappeln”. An der Fähre angekommen, mussten wir feststellen, dass sie wegen Hochwassers nicht fahren konnte und wir somit nicht auf die deutsche Seite übersetzen konnten, wo der Radweg weiter gehen sollte. Wir gingen zur Touristeninfo und ließen erst einmal unsere Wasserflaschen auffüllen. Wir waren froh, dass uns die Mitarbeiter der Touristeninformation bei der Quartiersuche halfen. Sie nannten uns die Adresse für ein Privatzimmer in Boofsheim
Auf dem Weg zu unserem Quartier machten wir bei einem Supermarkt halt und deckten uns mit Essen für den Abend ein. Unser Quartier war eine Privatpension mit sehr herzlichen Wirtsleuten, die auch noch deutsch sprachen, was für uns natürlich super war. Bad und WC waren auf dem Flur, TV gab es nicht, was uns absolut nichts ausmachte, da wir froh waren, ein Dach über dem Kopf zu haben. Für das Zimmer mit Getränken am Abend und Frühstück hatten wir nur 50 Euro zu zahlen. Alles in allem eine tolle Unterkunft.
3.Tag von Boofsheim nach Stollhofen
Start war wie immer morgens um 8:30 Uhr. Erstes Tagesziel war Straßburg. Nach einer kurzen Panne an Norbert Rad – die Bänder der Packtasche hatten sich um die Schaltung gewickelt – standen wir um 10:00 Uhr mitten in Straßburg. Nach einen Rundgang durch “petite France” ging es nach Norden aus der Stadt heraus. Hilfreiche Franzosen halfen uns, die richtige Fährte zu finden. Wir fuhren am gewaltigen Komplex des Europa Parlaments vorbei.
Rundgang durch Straßburg
Es ging weiter am Kanal entlang. Nun gab es eine Menge Schleusen und viele Boote zu sehen. Nach 2 Stunden Fahrt auf gut markierten Wegen, hatten wir genug von elsässischen Dörfern gesehen und nahmen die nächste Brücke über den Rhein nach Deutschland. Ein kurzer Regenschauer zwang uns bei der Fähre in Drusenheim zu einem kleinen Zwischenstopp. Das gab uns die Gelegenheit, ein Hotel im nächsten Ort zu suchen. Wir hatten Glück und fanden eine Übernachtung mit einem spanischen Restaurants.
4.Tag von Stollhofen nach Germersheim
Tourdaten: Strecke 99 Kilometer in 5,45 Stunden
Zunächst sind wir nach Rastadt gefahren und haben uns dort das Schloß angesehen. Danach ging es in Richtung Karlsruhe mit der Absicht, nach Karlsruhe auf die linke Rheinseite zu wechseln. Wir wollten auf keinen Fall die Hafen- und Industrieanlagen abfahren, noch am Deich die Räder eine steile Treppe mit Schieberinne hinauf schieben. Daher sind wir zur Fähre hinunter gefahren. Leider ging dort wieder gar nichts. Ärgerlich war, dass nirgends ein Hinweis stand, dass die Fähre nicht fährt.
Also mußten wir wieder umkehren und durch Karlsruhe fahren. Nach viel Fragerei und gefühlten 5 Stunden Fahrt durch die Hafenanlagen hatten wir es endlich geschafft, den Rhein-Radweg wieder zu finden. Jetzt konnten wir im Grünen weiter radeln. Die nächste Brücke, die über den Rhein führte war dann unsere. Als Etappenziel für heute hatten wir Deimersheim eingeplant. Das hätte von der Entfernung auch gut gepasst. Leider gab es dort nur 2 Übernachtungsmöglichkeiten, die aber beide ausgebucht waren. Wir knabberten unseren staubigen Streusselkuchen und riefen diverse Hotels in Germersheim an. Schließlich hatte ein Wirt Mitleid mit uns und hinterlegte einen Zimmerschlüssel im Briefkasten des Hotels. Mit dem Wissen, ein Hotel und eine Dusche zu haben, schafften wir dann auch noch die letzten 18 KM.
5. Tag von Germersheim nach Worms
Unser erstes Etappenziel war Speyer. Leider konnten wir den Dom nicht besichtigen, weil wir pünktlich zur 10:00 Uhr Messe dort eintrafen. Wir ließen uns aber nicht die gute Laune verderben und machten statt dessen einen ausgiebigen Stadtbummel.
Stadtbesichtigung Speyer
Weiter ging es nach Ludwigshafen. Im Radführer hatten wir gelesen, dass es eine neue Umfahrung der Stadt geben sollte. Bis auf kleine Verfahrer, einmal hatten wir definitiv ein Schild übersehen, klappte es ganz gut. Später trafen wir eine holländische Radfahrertruppe, die noch von den 16 KM durch die Stadt stöhnte. Also hatten wir alles richtig gemacht.
Während einer Pause im Wäldchen nahe bei Ludwigshafen, buchten wir unser Hotel für diesen Tag in Worms. Das Hotel kam unseren Bedürfnissen entgegen, wir hatten ein großes Zimmer und konnten Waschtag machen. Der Stadtrundgang war eher durchwachsen. Wegen der Nibelungenfestspiele konnten wir auch hier, den Dom nicht besichtigen.
6.Tag von Worms nach Erzhausen
Tourdaten: Strecke 71 Kilometer in 4:30 Stunden
Aus Worms heraus kam es zu kleinen Irrfahrten, bevor wir wieder in der Spur waren. Linksrheinisch ging es zur Fähre in Niersheim. Um nicht wieder einen Frust an der Fähre zu erleben, haben wir dieses Mal vom Hotel aus angerufen, ob die Fähre auch wirklich fährt. Bis zur Fähre begleiteten uns links ständig Weinberge und Rebflächen.
Nach dem wir übergesetzt hatten, ging es auf der Straße am Deich entlang Richtung Norden. Nach einiger Zeit wurde es richtig schwierig, da die Beschilderung sehr schlecht war und man oft nicht wußte, wo der richtige Weg war. Nach 60 KM beschlossen wir, in der mit Quartieren nicht so reichlich bestückten Gegend, eine Unterkunft zu suchen.Wir hatten gerade unser Hotel erreicht, als es anfing zu gewittern.
7.Tag von Erzhausen nach Frankfurt a.M.
Heute war leider unsere Radtour zu Ende. Wir brachen noch guten Mutes auf, um Richtung Frankfurt zu fahren und freuten uns schon, weiter auf einer alten Bahntrasse zu fahren. Leider machte Sigrids Knie nach einigen Kilometern absolut nicht mehr mit und ließ sich nur noch unter Schmerzen beugen. So endete unser zweiter Versuch mit dem Fahrrad nach Berlin zu kommen. Wir stiegen in die Bahn, fuhren zwei Stadtionen mit der S-Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof. Von da aus fuhren wir frustriert über Ulm mit der Bahn nach Hause.








































